

Vergleich: Leapmotor B05 – Luftballon
03.11.2026
Allgemeines
Zwei Mobilitätskonzepte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Auf der einen Seite der Leapmotor B05, ein modernes Elektroauto aus China. Auf der anderen Seite ein Luftballon, dessen technische Grundkonzeption seit Generationen weitgehend unverändert geblieben ist.
Beide setzen auf innovative Lösungen, um Menschen zu begeistern. Während der Leapmotor auf elektrische Energie, digitale Assistenzsysteme und ausgefeilte Fahrzeugtechnik vertraut, begnügt sich der Ballon mit heißer Luft.
Welches Konzept bietet die besseren Zukunftsperspektiven? Wir haben beide Kandidaten einem schonungslosen Vergleich unterzogen. Dabei zeigte sich schnell, dass insbesondere in der Luftfahrt erhebliche Unterschiede bestehen.
Form
Der Leapmotor B05 präsentiert sich mit einer sportlich gestreckten Karosserie, eleganten Linien und einer Formgebung, die erkennbar das Ergebnis aufwendiger Entwicklungsarbeit ist. Zahlreiche Ingenieure haben vermutlich viele Stunden damit verbracht, den Luftwiderstand zu minimieren.
Der Luftballon verzichtet vollständig auf derartige Entwicklungsprozesse. Seine Karosserie entsteht erst bei der Erstbetankung und wird anschließend ausschließlich durch den Innendruck stabilisiert. Das spart Produktionskosten und ermöglicht eine ausgesprochen flexible Formgestaltung.
Besonders bemerkenswert ist die passive Karosserieanpassung: Bei nachlassendem Innendruck verändert der Luftballon automatisch seine gesamte Fahrzeuggeometrie. Der Leapmotor benötigt für vergleichbare Anpassungen eine Werkstatt mit entsprechend geschultem Personal.
Auch bei der Knautschzone geht der Luftballon neue Wege. Sie umfasst das gesamte Fahrzeug und kann im Bedarfsfall innerhalb weniger Millisekunden vollständig aktiviert werden. Ein anschließender Weiterbetrieb ist allerdings nicht vorgesehen.
Farbe
Beim Leapmotor B05 stehen verschiedene Karosseriefarben zur Auswahl. Diese werden in einem aufwendigen industriellen Lackierverfahren mehr oder weniger dauerhaft mit dem Fahrzeug verbunden.
Der Luftballon setzt dagegen auf durchgefärbtes Karosseriematerial. Kratzer sind damit konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Selbst nach intensiver Nutzung bleibt die ursprüngliche Farbe erhalten, solange das Objekt existiert.
Auch Sonderfarben sind beim Ballon erhältlich. Neben klassischen Tönen wie Rot, Blau oder Gelb werden transparente Ausführungen angeboten, die eine nahezu uneingeschränkte Sicht auf das Innenleben ermöglichen. Privacy geht allerdings anders.
Der Leapmotor kann hier – in Vollausstattung – mit seinen getönten hinteren Scheibenflächen punkten.
Der Luftballon ist dafür in zahlreichen Farben erhältlich, die bei Automobilherstellern vermutlich erst nach einer mehrstündigen Sitzung des Designvorstands genehmigt werden müssten. Beispielsweise Quietschpink.
Flughöhe
Hier offenbaren sich grundlegende Unterschiede zwischen den beiden Mobilitätskonzepten.
Der Leapmotor B05 erreicht eine maximale Flughöhe von etwa null Metern. Diese wird selbst bei voller Motorleistung zuverlässig eingehalten. Lediglich beim Überfahren größerer Bodenwellen sind kurzzeitige Abweichungen möglich, die vom Hersteller jedoch nicht als regulärer Flugbetrieb anerkannt werden.
Der Luftballon zeigt sich deutlich ambitionierter. Mit Helium befüllt, kann er bei geeigneten Wetterbedingungen mehrere Kilometer hoch aufsteigen. Dabei benötigt er weder Tragflächen noch Propeller oder ein Triebwerk. Das Antriebskonzept basiert auf dem archimedischen Prinzip, das bereits seit über 2.000 Jahren bekannt ist und bis heute ohne Softwareupdates auskommt.
Allerdings gibt es beim Luftballon ein gravierendes Problem: Die Flughöhe lässt sich nur unzureichend regulieren. Einmal gestartet, steigt das Objekt häufig unaufgefordert weiter auf. Auch die Landung erfolgt weitgehend selbstständig, allerdings ohne vorherige Abstimmung mit dem Fahrzeughalter.
Besonders ärgerlich: Nach einer solchen Reise ist der Luftballon häufig nicht mehr auffindbar. Ein ähnliches Verhalten wäre beim Leapmotor ein eindeutiger Garantiefall.
Geräuschkulisse
Elektroautos gelten als ausgesprochen leise. Der Leapmotor B05 bildet hier keine Ausnahme. Sein 160 kW starker Elektromotor verrichtet seine Arbeit ohne das charakteristische Motorengeräusch eines Verbrenners. Bei niedrigen Geschwindigkeiten sorgt ein künstlich erzeugtes Warngeräusch dafür, dass Fußgänger das Fahrzeug rechtzeitig bemerken.
Der Luftballon arbeitet ebenfalls nahezu geräuschlos. Allerdings nur im Normalbetrieb.
Bei unsachgemäßer Behandlung kann sich seine Geräuschentwicklung innerhalb von Sekundenbruchteilen dramatisch verändern. Der dabei entstehende Lautstärkeimpuls erreicht mitunter eine Größenordnung, die selbst hartgesottene Sportwagenfahrer zusammenzucken lässt.
Eine besonders interessante Funktion bietet der Luftballon bei geöffnetem Auslassventil. Durch kontrolliertes Entweichen der Druckluft lassen sich Geräusche erzeugen, die entfernt an einen überforderten Zweitaktmotor erinnern.
Gleichzeitig wird das Fahrzeug in eine unkontrollierte Flugbewegung versetzt. Diese Kombination aus akustischem Erlebnis und dynamischer Fortbewegung dürfte vor allem sportlich orientierte Fahrer ansprechen.
Einziger Nachteil: Nach wenigen Sekunden ist der Tank leer.
Windschlüpfrigkeit
Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,26 verfügt der Leapmotor B05 über eine ausgesprochen windschnittige Karosserie. Aktive Kühlluftklappen, aerodynamisch optimierte Räder und gezielte Luftführung reduzieren den Strömungswiderstand.
Der Luftballon verzichtet auf solche technischen Raffinessen. Seine rundliche Karosserie ist aerodynamisch wenig vorteilhaft. Allerdings gleicht er diesen Nachteil durch ein radikal anderes Fahrkonzept aus: Statt gegen den Wind anzukämpfen, bewegt er sich einfach mit ihm.
Dadurch sinkt die Relativgeschwindigkeit zwischen Fahrzeug und umgebender Luft im Idealfall auf nahezu null. Ein bemerkenswerter Wert, den selbst der Leapmotor trotz seiner aufwendigen Windkanaloptimierung nicht erreichen kann, solange er sich bewegt.
Bei Gegenwind zeigt sich allerdings eine gewisse Schwäche des Luftballons. Er fährt dann rückwärts.
Bei Seitenwind fährt er seitwärts.
Und bei Windstille fährt er überhaupt nicht.
Immerhin kann der Fahrer auf diese Weise sicher sein, dass er stets exakt dort ankommt, wo der Wind ihn haben möchte. Die Routenplanung übernimmt vollständig die Atmosphäre. Ein Navigationssystem ist deshalb überflüssig.
Lebensdauer
Leapmotor gewährt für den B05 in Deutschland eine Fahrzeuggarantie von vier Jahren oder 100.000 Kilometern. Bei sachgemäßer Pflege ist natürlich eine erheblich längere Nutzungsdauer zu erwarten.
Beim Luftballon gestaltet sich die Situation komplizierter.
Seine Lebensdauer hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter Materialqualität, Umgebungstemperatur, Fülldruck und die Anwesenheit von Kindern mit spitzen Gegenständen.
Unter günstigen Bedingungen kann ein Luftballon mehrere Tage oder sogar Wochen überstehen. In unmittelbarer Nähe eines Kaktus reduziert sich die statistisch zu erwartende Restnutzungsdauer dagegen unter Umständen auf wenige Sekunden.
Auch die Alterung verläuft unterschiedlich. Während beim Leapmotor nach einigen Jahren möglicherweise die Batteriekapazität etwas nachlässt, verliert der Luftballon allmählich seine gesamte Karosseriespannung.
Ein Vorgang, der dem menschlichen Alterungsprozess nicht unähnlich ist, beim Luftballon allerdings deutlich schneller abläuft und ohne Rentenversicherung auskommt.
Ein besonderer Vorteil des Luftballons ist seine vollständige Zerlegbarkeit. Nach einem kapitalen Karosserieschaden lässt sich das Fahrzeug problemlos in einer Hosentasche verstauen.
Beim Leapmotor ist hierfür ein deutlich größerer Aufwand erforderlich.
Anschaffungskosten
Der Leapmotor B05 kostet in Deutschland ab 27.900 Euro. Dafür erhält der Käufer ein vollwertiges Elektroauto mit 218 PS, umfangreicher Sicherheitsausstattung und einer WLTP-Reichweite von bis zu 482 Kilometern.
Ein handelsüblicher Luftballon ist bereits für wenige Cent erhältlich. Allerdings handelt es sich dabei um die Grundausstattung ohne Treibgas. Wer das volle Flugpotenzial ausschöpfen möchte, muss zusätzlich in eine Heliumfüllung investieren.
Damit steigen die Betriebskosten erheblich, bleiben aber noch immer deutlich unter denen des Leapmotor.
Besonders attraktiv ist die Finanzierung. Während für den B05 unter Umständen ein mehrjähriger Kredit aufgenommen werden muss, lässt sich der Luftballon häufig aus dem Kleingeld finanzieren, das sich unter dem Fahrersitz eines älteren Autos angesammelt hat.
Auch die laufenden Kosten sind beim Ballon überschaubar: Kfz-Steuer, Versicherung und Hauptuntersuchung entfallen. Allerdings gibt es für Luftballons aktuell keine Förderung und bislang auch kein flächendeckendes Servicenetz. Selbst größere Autohäuser verweigern regelmäßig die Annahme entsprechender Reparaturaufträge.
Fazit
Der Leapmotor B05 und der Luftballon verfolgen zwei grundverschiedene Philosophien.
Während der Leapmotor durch Fahrkomfort, Leistung, Reichweite und Alltagstauglichkeit überzeugt, punktet der Luftballon mit niedrigem Gewicht, geringem Anschaffungspreis und einer überlegenen Steigleistung.
Auch hinsichtlich der Umweltverträglichkeit ergeben sich interessante Unterschiede. Der Leapmotor benötigt eine aufwendig produzierte Hochvoltbatterie, während der Luftballon völlig ohne elektrische Energiespeicher auskommt. Allerdings ist insbesondere bei Heliumfüllung die Rohstoffversorgung problematisch, da Helium eine begrenzte natürliche Ressource darstellt.
Im direkten Vergleich zeigt sich, dass der Luftballon dem Leapmotor vor allem bei der Flughöhe deutlich überlegen ist. Dafür bietet der B05 einen entscheidenden Vorteil: Er kann bis zu fünf Personen transportieren, ohne dass diese zuvor auf das Gewicht einer Briefmarke reduziert werden müssen.
Für die tägliche Fahrt zur Arbeit empfehlen wir deshalb den Leapmotor B05.
Wer dagegen hauptsächlich senkrecht nach oben reisen möchte, über keinerlei Gepäck verfügt und auf eine Rückkehr zum Ausgangspunkt keinen besonderen Wert legt, sollte den Luftballon in die engere Wahl ziehen.
Dieser Vergleichstest fand unter Mitwirkung bewusstseinsentwickelnder Instanzen statt.
Bewertung

Kommentare
Jules V.
03.11.2026
Ich besitze seit drei Wochen einen Luftballon und bin eigentlich sehr zufrieden. Besonders die Laufruhe und die niedrigen Unterhaltskosten überzeugen. Allerdings ist die Ladeinfrastruktur für Helium katastrophal. Und seit einer Probefahrt bei Westwind steht mein Fahrzeug irgendwo in Polen. Der Hersteller reagiert nicht auf meine E-Mails. Vermutlich eine Luftnummer.